Fairway Bewässerung = Grüne Fairways?

Der Norden Deutschlands erlebt zurzeit eine Periode ungewöhnlicher Dürre. Auch unsere Fairways sind über weite Flächen braun. Es stellt sich also die Frage warum haben wir keine Fairway Bewässerung?

Aber ist eine Fairway Bewässerung eigentlich sinnvoll und wenn ja was wäre ihre Aufgabe?

Ein braunes Fairway mit trockenem Gras stellt für den Spieler der seinen Ball sauber trift kein Problem dar.  Vor vielen Jahren habe ich den Platz der diesjährigen Open gespielt. In dem Sommer war es in Schottland sehr trocken und fast alle Plätze  waren braun. Meine Spielfreude wurde dadurch aber nicht getrübt und die Plätze haben sich nach wiedereinsetzenden Niederschlägen schnell erholt. 

Wir brauchen also Fairways mit Gräsern die während einer Periode großer Trockenheit nicht absterben und bei einsetzendem Regen weiterwachsen. Hierdurch können wir verantwortlich mit Ressourcen wie Wasser und Energie umgehen und die Kosten der Fairway Pflege reduzieren.

Um eine geschlossene widerstandsfähige Grasnarbe entstehen zu lassen ist ausreichende Bodenfeuchtigkeit nötig. Besonders Nachsaaten müssen anwachsen können und dürfen nicht austrocknen. Ein ökologisch sinnvolles Konzept könnte also in der Anpassung der Grassorten unserer Fairways an Bedingungen mit Perioden längerer Trockenheit und einer Bewässerung begrenzt auf die relevanten Bereiche, bestehen.

Damit würden wir auch mit einer Fairway Bewässerung nicht versuchen die Spielbahnen grün und weich zu erhalten, sondern lediglich das Überleben der Grasnarbe sichern. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Grüns und Vorgrüns, auch hier werden wir passendere Grassorten finden müssen.

Damit geht für mich die Gleichung folgendermaßen auf:

Fairway Bewässerung  =  bessere braune Fairways!

Egor 2017 Lisabon-111.JPG
Ingo BollowComment