Extensivwiesenprojekt - Bekämpfung der Ausbreitung der Kanadischen Goldrute auf der Golfanlage

Im 2011 von Herrn Städler vorgelegten Masterplan(Renovationsplan) wurde die Umwandlung der von Solidago canadensis dominierten Hardrough Flächen in Extensivrasen Flächen mit Bewuchs aus Festuca Sorten gefordert. Durch eine derartige Umwandlung war es möglich den im Landschaftspflegerischen Begleitplan geforderten Charakter einer offenen Wiesenlandschaft wiederherzustellen.

Die Ausbreitung der in Mitteleuropa nicht heimischen Kanadischen Goldrute auf nahezu allen Hardrough Flächen wurde von der unteren Landschaftsschutzbehörde als Problem angesehen. Das  Pflegeregime, das Schnitte des Rough mit Entfernung und Entsorgung des Schnittgutes in einem „Dreijahres Rhythmus“ vorsah, war zuletzt nicht nur teuer, sondern  in Bezug auf die Landschafts-und Golfplatzpflege auch nicht effektiv. 

Zur Beseitigung der Goldrute wurde uns das Schneiden der gesamten Fläche vor der Blüte mit Entsorgung des Schnittgutes und anschließendem Pflügen und Planieren empfohlen. Beim Nachwachsen der Goldrute sollte die Fläche mit Glyphosat behandelt werden, um anschließend neu eingesät zu werden. Dieser Empfehlung sind wir nicht gefolgt. Wir haben die Flächen geschnitten und im Frühjahr eine Nachsaht mit einer Extensiv Wiesenmischung durch einen benachbarten Landwirt vornehmen lassen. Die wieder aufkommende Goldrute haben wir erfolgreich mit dem damals noch zugelassenen Duplosan KV behandelt.

Im Juni des Jahres konnten wir bereits in großem Umfang verwertbares Heu für Pferde erzeugen. Die Gesamtkosten für die Maßnahme lagen unter den Kosten der bisherigen Pflege und haben sich in den folge Jahren weiter verringert.

Konsequentes zweimaliges Mähen oder Mulchen der Flächen kombiniert mit punktuellen Einsatz von Herbiziden, auf den wir 2018 vielleicht vollständig verzichten können, hat das Problem der Ausbreitung oder besser des Dominierens der Hardrough Flächen durch eine nicht heimische Pflanzenart gelöst.

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Abschlag Bahn 2 eine offene artenreichere Wiesenlandschaft. Reste der Hochstauden sind links zu erkennen.

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Abschlag an Bahn 2 mit artenarmen Hochstaudenfeldern im Jahr 2012

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Bahn 13 mit dem fast ausschließlich von Kanadischer Goldrute gebildetem Hochstaudenfeld im Jahr 2012

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Bahn 13 im Herbst 2017 mit geschnittener Extensiv Wiese und neugepflanztem Buschwerk zur Förderung der Verbindung zwischen den Biotopen, aber dennoch eine offene Landschaft.

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Bahn 16 im Herbst 2012 mit Solidago Bewuchs an der rechten Seite

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Abschlag Bahn 6 mit Hochstauden zu beiden Seiten. Der alte Kastanien Bestand sieht noch recht gesund aus.

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Heuernte auf der Extensiv Fläche zwischen Bahn 5 und 16 im Jahr 2015

Die erfolgreiche und konsequente Umwandlung der Hochstaudenfluren in Extensivwiesen hat den offenen von Gehölzen durchzogenen Landschaftscharakter wiederhergestellt und die Ausbreitung und Vermehrung heimischer Pflanzenarten ermöglicht.   

Ingo BollowComment